Trommelzauber - eine magische Woche

"Letzter Aufruf: Alle Passagiere der Trommelzauber-Airlines nach Tamborena werden gebeten, sich zum Ausgang 1a zu begeben. Wir sind alle ganz gespannt, wann geht es los ins Trommelland?"

 

Heute! 

 

Komm wir gehen nach Tamborena, alle Kinder dieser Welt - alle tanzen, singen, und die Trommeln klingen...

 

Okay, das war jetzt sehr abrupt. Also nochmal von vorne: Projektwoche an der Grundschule Horst - Ungefähr 170 aufgeregte Schülerinnen und Schüler und genau so gespannte Lehrerinnen und Lehrer sitzen in der Turnhalle mit einer Trommel vor sich und schauen nach vorne. Dort sitzt Baba, unser "Reisebegleiter" für die nächste Woche. Und was dann passiert ist nur schwer zu erklären: 

 

Von der ersten Sekunde an stimmt die Chemie zwischen Baba, der mit echtem Namen "Ababacar Coly" heißt, und allen anderen Beteiligten. Es wird beherzt getrommelt, mitgesungen und auch das Tanzbein geschwungen. Perfekt organisiert, nie langweilig und motivierend bis in die Haarspitzen. Die verdutzten Blicke aller Beteiligten, als die ersten 45 Minuten schon vorbei waren, sprachen Bände: Das wird eine tolle Woche! 

 

Und das war sie! Vier Tage hat Baba mit uns getrommelt - jeden Morgen erst mit allen Trommlern und anschließend in den Jahrgängen, wobei diese auch noch einen passenden Tanz eingeübt haben. Außerdem durften Baba, der aus dem Senegal stammt, Fragen gestellt werden. Wie ist das Leben im Senegal? Was ist anders als in Deutschland? Wie lange trommelst du schon? Viele Fragen wurden gestellt - und alle mit einer Engelsgeduld von Baba beantwortet. 

 

Ein paar Eindrücke dieser Probezeiten:

 


Auch in den anderen Stunden dieser Woche stand die Schule ganz im Zeichen Afrikas. Kein normaler Unterricht, sondern Projekte und Basteleien rund um den großen Kontinent standen im Mittelpunkt. 

Es wurde gekocht, getanzt, Musikinstrumente und Trommeln gebastelt und zum Klingen gebracht. Aber auch inhaltlich wurde am Thema Afrika gearbeitet: Wie geht es den Menschen in Afrika? Wie ist der Schultag eines afrikanischen Kindes? 


All das Üben mit Baba sollte natürlich auch einen Sinn haben: Der große Auftritt am Donnerstag! Dort konnten Eltern, Großeltern, Freunde und Geschwister sich ein Bild davon machen, was wir diese Woche tolles erlebt haben. 

Als große Tierparade betraten die Künstlerinnen und Künstler die Turnhalle: Alle mit selbstgebastelten Masken zu dem Tier, dass sie später im Tanz darstellen würden. Die ersten Klassen als flinke Gazellen, die zweiten Klassen als lange Giraffen, die dritten Klassen als kräftige Elefanten und schlussendlich die Vierten als aufgedrehte Affen. 

Und auch die Zuschauer kamen auf ihre Kosten. Die Energie, die sich über diese vier Tage in der Schule aufgebaut hatte, entlud sich an diesem Nachmittag. Alle Darsteller waren super vorbereitet, hochgradig motiviert und stimmgewaltig dabei. Und das Beste kam am Ende: Die Zuschauer durften auch noch auf die Bühne! 

 

Als kleines Dankeschön für Baba haben wir uns für den Schluss aber noch eine Überraschung überlegt: Diesmal durfte Baba als Zuschauer Platz nehmen und die gesamte Schule sang und tanzte ihm zum Lied "Siya hamba" von "Klasse wir singen!" etwas vor. Eine gelungene Überraschung und ein toller Abschluss für eine unvergessliche Woche!